Günstige Website erstellen lassen: Was unter 2.000 € geht
Ratgeber · 30. September 2026 · 11 Min. Lesezeit

Foto: Kaboompics / Pexels
Montagabend: Sie vergleichen drei Angebote für eine neue Firmenwebsite. Eines kostet wenige hundert Euro, eines knapp vierstellig und eines liegt nahe an Ihrer Budgetgrenze. Alle versprechen eine fertige Seite, doch die Leistungslisten sind nicht gleich. Wer eine „günstige Website erstellen lassen“ möchte, muss deshalb zuerst klären, was nach dem Start wirklich ihm gehört und welche Arbeit noch fehlt.
Was „günstig“ bei Websites bedeutet
Die Suchfrage „günstige Webdesign-Agentur“ meint selten nur den niedrigsten Rechnungsbetrag. Für einen kleinen Betrieb zählt, ob die Website Leistungen verständlich erklärt, auf dem Smartphone funktioniert, Kontakt ermöglicht und ohne unerwartete Bindung betrieben werden kann. Ein niedriger Preis kann sinnvoll sein, wenn der Umfang bewusst klein bleibt. Er wird problematisch, wenn notwendige Bestandteile lediglich aus dem Angebot verschwinden.
Rexity ist selbst Anbieter. Deshalb gibt es hier weder eine Rangliste noch die Behauptung, die „günstigste Webdesign-Agentur Deutschland“ oder Niedersachsen zu sein. Stattdessen zerlegen wir Angebote in dieselben Positionen. So sehen Sie, ob ein Preisunterschied durch weniger Seiten, ein fertiges Template, Ihre Eigenleistung, laufende Gebühren oder fehlende Übergabe entsteht.
Bei veröffentlichten Angeboten reicht die Spanne weit. Kopf & Stift nennt am 24. September 2026 für eine Template-Website 500–1.500 €, für einen individuell gestalteten One-Pager 1.000–2.500 € und für eine Website mit fünf Seiten 2.500–5.000 €. Die im Briefing genannte Übersicht von Ucentric Media ist eine weitere Orientierung; Zahlen daraus verwenden wir hier nicht. Paketangebote zum Festpreis bilden eine eigene Kategorie, bei der Inhalte, Bilder und Hosting oft extra kosten.
Die richtige Frage lautet daher: Welche vollständige Lösung erhalten Sie für Ihr Budget? Dazu gehören Erstellung, Inhalte, Technik, laufender Betrieb und ein möglicher Anbieterwechsel. Einen Überblick über Rexitys Web-Angebot und veröffentlichte Preise können Sie mit derselben Logik prüfen.
Preisstufen: Was für 300 €, 1.000 € oder 2.000 € realistisch ist
Rund 300 €: ein eng abgegrenzter Einstieg
In dieser Stufe finden sich standardisierte Einseiter, vorgefertigte Vorlagen oder reine Einrichtungspakete. Bei solchen Paketangeboten werden Texte und Bilder häufig vom Kunden bereitgestellt; Hosting kann separat hinzukommen. Das kann für eine Übergangsseite mit Adresse, Leistung und Kontaktweg genügen, wenn Sie die übrigen Aufgaben bewusst übernehmen.
Prüfen Sie genau, was „eine Seite“ bedeutet. Datenschutzseite, Impressum, Cookie-Einwilligung, Domain, E-Mail-Postfach, Suchmaschinen-Grundlagen und spätere Änderungen können getrennt behandelt werden. Für eine individuelle Seitenstruktur, ausführliche Inhalte oder Buchungsfunktionen bietet diese Budgetstufe wenig Raum.
Rund 1.000 €: eine kleine Website mit klarer Priorität
Um 1.000 € kann eine kompakte Firmenwebsite entstehen, wenn der Ablauf standardisiert ist und Inhalte weitgehend vorbereitet vorliegen. Das Anbieterbeispiel ordnet 999 € zehn Seiten zu, während die Marktübersicht eine Template-Website bei 500–1.500 € einordnet. Entscheidend ist also nicht die Seitenzahl allein, sondern wie Design, Texte, Tests, Optimierung und Übergabe definiert sind.
Rexity veröffentlicht eine Website ab 999 € netto zzgl. MwSt. Das ist ein Startpreis für einen vereinbarten Umfang, kein allgemeiner Marktvergleich. Unsere Angebote richten sich an Unternehmen; alle Preise netto zzgl. MwSt. Der konkrete Festpreis hängt davon ab, welche Seiten, Inhalte und Funktionen tatsächlich beauftragt werden.
Bis 2.000 €: mehr Struktur oder eine erste Erweiterung
Mit einer Obergrenze von 2.000 € lässt sich bei begrenztem Umfang mehr individuelle Arbeit einplanen: etwa eine klarere Inhaltsstruktur, mehrere Leistungsseiten oder eine einfache technische Erweiterung. Gleichzeitig zeigt die Marktspanne von 1.000–2.500 € für einen individuell gestalteten One-Pager, dass selbst ein einzelner Seitenaufbau einen großen Teil des Budgets beanspruchen kann, wenn Konzeption und Gestaltung dazugehören.
Unter dieser Grenze sollten Sie Prioritäten festlegen. Eine schlanke Website mit sauberem Kontaktweg ist oft sinnvoller als viele dünne Unterseiten. Buchung, Shop, Mitgliederbereich, Mehrsprachigkeit oder umfangreiche Suchmaschinenarbeit sind eigene Arbeitspakete. Sie können später ergänzt werden, wenn Technik und Rechte das zulassen.

Miet-Website oder Kauf?
Bei einer Miet-Website zahlen Sie regelmäßig für Bereitstellung, System und häufig auch Support. Der Einstieg kann niedriger wirken, während sich die Gesamtkosten über die Laufzeit addieren. Bei einer gekauften Website liegt mehr Aufwand am Anfang. Hosting, Domain, Wartung und Lizenzen bleiben trotzdem laufende Positionen.
„Kauf“ bedeutet nicht automatisch, dass alles frei übertragbar ist. Fragen Sie, wem Domain, Design, Inhalte, Quellcode und verwendete Lizenzen gehören. Bei einem Baukasten kann die Website oft nicht vollständig exportiert werden. Bei individuell erstelltem Code sollte das Angebot regeln, was Sie erhalten und welche Komponenten nur genutzt, aber nicht übertragen werden dürfen.
Mietmodell und Kaufprojekt vergleichen
| Kriterium | Miet-Website | Kaufprojekt |
|---|---|---|
| Zahlung | Laufende Gebühr, eventuell Einrichtung | Höherer Betrag zu Beginn, danach Betriebskosten |
| Änderung | Häufig im Tarif oder Supportmodell | Nach Übergabe selbst oder separat beauftragt |
| Wechsel | Export und Mindestlaufzeit prüfen | Zugänge, Dateien und Lizenzen prüfen |
| Planung | Gesamtkosten über die Vertragsdauer rechnen | Erstellung plus Hosting, Wartung und Lizenzen rechnen |
Eine monatliche Rate ist daher weder automatisch günstiger noch teurer. Rechnen Sie den Zeitraum, in dem Sie die Website voraussichtlich nutzen, und lesen Sie Kündigungsfrist, Preisanpassung, Datenexport und Domainregelung. Ein niedriger Monatsbetrag mit langer Mindestlaufzeit kann mehr kosten als ein höherer Festpreis.
Hier dürfen Sie sparen
Sie können Budget reduzieren, ohne die technische Grundlage zu schwächen. Der größte Hebel ist ein klarer Umfang. Starten Sie mit den Seiten, die eine konkrete Kundenfrage beantworten, statt jede mögliche Leistung sofort ausführlich abzubilden. Ein One-Pager kann reichen, wenn Angebot, Region, Vertrauenssignale und Kontaktweg übersichtlich bleiben.
Eigene Texte sparen Arbeit, wenn sie vollständig, sachlich richtig und gut sortiert geliefert werden. Stellen Sie Preise, Leistungen, Einzugsgebiet, Kontaktangaben und häufige Fragen zusammen. Die Marktquelle nennt für fehlende Texte 50–120 € pro Seite, Stand 24. September 2026.
Eigene Fotos können ebenfalls helfen, sofern Sie ausreichende Auflösung und Nutzungsrechte haben. Vermeiden Sie ungeklärte Bilder aus Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken. Da die Marktquelle keinen belastbaren Einzelpreis pro Bild nennt, gehört dafür der konkrete Preis aus dem jeweiligen Angebot in den Vergleich. Sparen Sie lieber durch eine kleinere, gezielte Bildauswahl als durch Bilder mit unklarer Herkunft.
Ein Projekt in Phasen hält den Start überschaubar. Zuerst erscheinen Kernseiten und Kontaktweg, später folgen Buchung, zusätzliche Inhalte oder Automatisierung. Voraussetzung ist, dass die technische Basis erweiterbar bleibt und spätere Arbeit nicht einen vollständigen Neubau verlangt. Beim Webdesign sollte diese Reihenfolge schon im Angebot erkennbar sein.
Hier wird Sparen teuer
Bei Domain und Zugängen sollten Sie nicht auf Klarheit verzichten. Die Domain gehört idealerweise in ein Konto, auf das Ihr Unternehmen Zugriff hat. Dasselbe gilt für Hosting, Statistik, Unternehmensprofil und zentrale E-Mail-Adressen. Fehlen diese Zugänge, kann ein späterer Wechsel unnötig schwierig werden.
Mobile Darstellung und Ladezeit sind keine Dekoration. Wenn Navigation, Formulare oder Schaltflächen auf dem Smartphone nicht funktionieren, verliert die Seite einen wesentlichen Teil ihres Nutzens. Vereinbaren Sie deshalb Tests auf gängigen Bildschirmgrößen und eine Abnahme vor dem Start.
Rechtliche Seiten sind kein austauschbares Muster. Impressum, Datenschutzinformation und eine mögliche Einwilligung müssen zum tatsächlichen Betrieb passen. Die Marktübersicht nennt für DSGVO und rechtliche Einrichtung 150–500 € als typische Zusatzspanne, Stand 24. September 2026. Das ist keine Rechtsberatung; lassen Sie die konkrete Fassung fachlich prüfen.
Backups und Sicherheitsupdates sind laufende Aufgaben. Kopf & Stift nennt 300–1.000 € pro Jahr für Wartung und 100–600 € pro Jahr für Lizenzen, Stand 24. September 2026. Rexity veröffentlicht jährliche Wartung ab 999 € pro Jahr netto zzgl. MwSt. Die Leistungen müssen jeweils verglichen werden: Ein Update-Service ist etwas anderes als Inhaltsänderungen, Bereitschaft oder Weiterentwicklung.

Angebote richtig vergleichen
Legen Sie die Angebote nebeneinander und markieren Sie nicht nur enthaltene, sondern auch ausdrücklich ausgeschlossene Leistungen. Schreiben Sie für jeden fehlenden Punkt auf, wer ihn übernimmt, bis wann er fertig sein muss und welche Folgekosten entstehen. Nur so wird aus drei Überschriften ein vergleichbarer Projektumfang.
Der Rechner ergänzt bei fehlenden Texten, rechtlicher Einrichtung und Wartung ausschließlich veröffentlichte Mindestbeträge: 50 € je Textseite, 150 € für rechtliche Einrichtung und 300 € für ein Jahr Wartung. Für ein benötigtes Bild tragen Sie den Preis aus dem jeweiligen Angebot selbst ein. Die Spannen stammen von Kopf & Stift, Stand 24. September 2026. Sie sind keine Angebote von Rexity und bilden nicht jeden tatsächlichen Bedarf ab.
Domaininhaberschaft, Schulung und Codeübergabe bleiben im Rechner Prüffelder ohne pauschalen Zuschlag. Ihr Wert hängt vom Vertrag und System ab; ein erfundener Eurobetrag würde falsche Genauigkeit erzeugen. Das Ergebnis heißt deshalb „vergleichbarer Mindestpreis“, nicht Endpreis.
Drei Website-Angebote vergleichen
Tragen Sie die Angebotspreise ein und markieren Sie, welche Leistungen enthalten sind.
So wird gerechnet
- Vergleichbarer Mindestpreis A = [Angebotspreis – Beispielwert] + (1 - [Benötigte Texte enthalten]) × 50 + [Preis je Bild laut Ihrem Angebot – Beispielwert] + (1 - [Rechtliche Einrichtung enthalten]) × 150 + (1 - [Zwölf Monate Wartung enthalten]) × 300
- Vergleichbarer Mindestpreis B = [Angebotspreis – Beispielwert] + (1 - [Benötigte Texte enthalten]) × 50 + [Preis je Bild laut Ihrem Angebot – Beispielwert] + (1 - [Rechtliche Einrichtung enthalten]) × 150 + (1 - [Zwölf Monate Wartung enthalten]) × 300
- Vergleichbarer Mindestpreis C = [Angebotspreis – Beispielwert] + (1 - [Benötigte Texte enthalten]) × 50 + [Preis je Bild laut Ihrem Angebot – Beispielwert] + (1 - [Rechtliche Einrichtung enthalten]) × 150 + (1 - [Zwölf Monate Wartung enthalten]) × 300
Beispielwerte zum Ausprobieren – ersetzen Sie Preise und Häkchen durch Ihre Angebote. Pro fehlender Kategorie wird nur ein veröffentlichter Mindestbetrag ergänzt, unabhängig vom tatsächlichen Umfang. Domain, Schulung und Codeübergabe bleiben wichtige Prüfpunkte ohne pauschalen Zuschlag. Das Ergebnis ist Ihre Orientierung, keine Aussage von uns.
Sie haben mehrere Lücken markiert? Dann lohnt sich ein kurzes Gespräch über einen klar abgegrenzten Festpreis. Entscheidend ist nicht, jedes Kästchen automatisch einzukaufen, sondern Verantwortlichkeiten vor der Unterschrift zu klären.

Häufige Fragen
Kann ich eine Firmenwebsite für unter 2.000 € erstellen lassen?
Ja, wenn der Umfang klar begrenzt bleibt. Möglich sind etwa ein One-Pager oder eine kleine Website auf vorbereiteter Grundlage. Eigene Inhalte und ein späterer Ausbau können Budget sparen. Prüfen Sie trotzdem mobile Tests, Domaininhaberschaft, Datenschutz, Übergabe und laufende Kosten.
Was bekomme ich für etwa 300 €?
Veröffentlichte Angebote zeigen in dieser Größenordnung vor allem standardisierte Einseiter. Häufig liefern Kunden Texte und Bilder selbst; Hosting oder weitere Leistungen kommen hinzu. Fragen Sie, welche Seiten, Korrekturen, Tests und Zugänge tatsächlich enthalten sind, statt allein den Titelpreis zu vergleichen.
Ist eine Miet-Website sinnvoller als ein Festpreis?
Das hängt von Laufzeit und Leistung ab. Eine Miete kann Einrichtung und Betreuung verteilen, bindet Sie aber möglicherweise an Tarif und System. Ein Festpreis schafft Klarheit für die Erstellung, schließt laufende Kosten jedoch nicht aus. Rechnen Sie beide Varianten über denselben Nutzungszeitraum.
Wem sollte die Domain gehören?
Die Domain sollte in einem Konto registriert sein, das Ihr Unternehmen kontrolliert. Der technische Dienstleister kann sie verwalten, aber Inhaberschaft und Zugang sollten schriftlich klar sein. Das erleichtert einen späteren Wechsel und verhindert, dass eine zentrale Geschäftsadresse nur über ein fremdes Konto erreichbar ist.
Welche Folgekosten entstehen nach dem Start?
Typische Posten sind Domain, Hosting, Lizenzen, Wartung, Backups und spätere Inhaltsänderungen. Die Höhe hängt vom System und Leistungsumfang ab. Fragen Sie im Angebot, was jährlich oder monatlich anfällt, wie Preise angepasst werden dürfen und welche Hilfe enthalten ist.
Wie erkenne ich einen brauchbaren Website-Festpreis?
Ein brauchbarer Festpreis nennt Seiten, Funktionen, Inhalte, Korrekturen, Tests, Übergabe und Ausschlüsse. Er beschreibt auch, wann Zusatzaufwand entsteht und wie dieser freigegeben wird. Ein einzelner Gesamtbetrag ohne Leistungsgrenze lässt Angebote zwar kurz wirken, macht sie aber nicht zuverlässig vergleichbar.
Ein festes Budget kann zu einer klaren Website führen, wenn Umfang und Zuständigkeiten zusammenpassen. Wie das bei Ihnen konkret aussieht, klären wir im Gespräch.
Quellen
- Kopf & Stift – Webdesign-Kosten und Marktspannen 2026 (kopfundstift.de)
- Ucentric Media – Website-Preise (ucentric-media.de)
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